AutorInnen-Suche:

schliesen

Christian Loidl

Geboren: 17.9.1957 - Gestorben: 16.12.2001
Veröffentlicht als: HerausgeberIn, AutorIn, ÜbersetzerIn
18 Publikationen

Foto: Lidija Simkute

Biografie

Christian Loidl wurde am 17.9.1957 in Linz geboren und wuchs dort auch auf. Nach seiner Schulzeit zog er nach Wien und studierte Germanistik und Psychologie. Er dissertierte 1984 mit einer Arbeit über die österreichische Lyrikerin Doris Mühringer. Während des Studiums begann seine Auseinandersetzung mit fernöstlichen Meditationspraktiken und Philosophien, insbesondere mit dem tibetanischen Buddhismus. Nach dem Studium wurde er freier Schriftsteller und arbeitete als freier Radio- und Feuilletonjournalist (u.a. für "Diagonal", Ö1, und das "Spectrum" der Presse), veröffentlichte aber auch bald seine ersten Gedichte in Literaturzeitschriften und absolvierte seine ersten Auftritte und Lesungen.

Mitgliedschaften:

GrazerAutorenVersammlung Podium



Medien

Werdegang

Einflussreich für seine Arbeit als Lyriker und Performer waren zunächst seine Begegnungen mit der Literatur der Beat-Generation (Allen Ginsberg, William Bourroughs, Jack Kerouac, Anne Waldman u.a.). In den späten 80er- und frühen90er-Jahren lernte er viele von ihnen während seiner Aufenthalte an der Jack Kerouac School for Disembodied poetics in Boulder (USA) persönlich kennen. Am stärksten beeindruckte ihn der Filmemacher Harry Smith, dem er angeblich auch seinen markanten Schluckauf verdankte. Angeregt durch die Erfahrung einer Lehr - und Lernbarkeit von Dichtung gründete er in Wien 1992 gemeinsam mit Christian Ide Hintze und anderen eine "schule für dichtung". Seine Arbeitsschwerpunkte beschrieb er in Kurzbiographien meistens in zwei Worten:"Lyrik, Performance". Kaum ein anderer österreichischer Dichter trat so häufig und an so unterschiedlichen Orten auf wie er. Aufgrund der Eigenart und Stärke seiner Performances war er ein gern gesehener Gast auf Kunst- und poesiefestivals im In - und Ausland. Seine Reisen führten ihn u.a. zu Festivals in Mazedonien (Struga 1992), Litauen (Vilnius 1992), Holland (Amsterdam 1995), Kolumbien (Medellin 1999) und Argentinien (Rosario 2001). Das Unterwegssein war für ihn eine Existenz-Form, unabhängig davon, ob er wirklich auf Reisen war oder sich gerade in Wien aufhielt. En passant, "im Vorübergehen", verband er die Menschen, die er traf, und die Orte, an denen er sich - oft flüchtig - aufhielt, zu einem losen Netzwerk der kreativen Produktion. Übersetzungen: Ruth Weiss. Ein Kreis vollendet sich / Full circle. edition exil, Wien 2001. Yosi Wanunu und Richard Foreman. Angel Remedies. Toxic Dreams Theater. die theater im Konzerthaus, Wien, Herbst 2000. Lidija Simkute: White Shadows/Weisse Schatten. edition selene, Wien 2000 William Levy: Unser Freund Otto Mühl. Werner Pieper's MedienXperimente, Lörbach 1998. Peter Lamborn Wilson. Skandal! Essays zur islamischen Häresie.edition selene, Wien 1997 Hakim Bey, Radio Sermonettes. Unter Mitarbeit von Jack Hauser und David Ender. edition selene, Wien 1996.

Publikationen

Zurück