VEREIN FARNBLÜTE => 17.9.2021, 20:00 salon praterstraße, 1020 Wien, Praterstr: 17 (im Hof)

(zum 64. Geburtstag von Christian Loidl)

 

 

VOM FINDEN UND FILTERN ~ extended

Wie aus Fülle ein Gedicht wird, das in die Leere führt

in Kooperation mit der Schule für Dichtung (sfd)

 

Der Schaffensprozess von Christian Loidl:

Literaturtheoretische Aussagen, "Methoden" und Beispiele ihrer Anwendung;

im Anschluss: Kreatives Schreiben an Loidl-Material und Eigenem mit Loidl-Methoden

 

Zielgruppe dieses vielfältigen Abends sind alle, die ein bewegendes Gedicht nicht nur genießen wollen, sondern sich auch dafür interessieren, wie es aus dem kreativen Urschoß des Unbewussten zum Vorschein kommt; die sich vielleicht sogar selbst daran machen möchten, anhand der aufgezeigten Methoden ihr eigenes kreatives Potenzial aufzuschließen oder ihre "Toolbox" dazu zu bereichern.

 

Christian Loidl, der bedeutende Lyriker und Performance-Künstler, dessen Tod sich heuer schon zum 20. Mal jährt, forschte Zeit seines Dichterlebens nach reproduzierbaren Wegen, die Stereotypen des konditionierten Denkens zu durchbrechen, um zu wahrhaft neuen, "den Kopf lüftenden" Sicht- und Beschreibungsweisen vorzustoßen. Diese wollen wir in Theorie und Praxis vorstellen.

 

 

Das heißt: Einige der bewegendsten Gedichte Loidls werden nicht nur in der veröffentlichten Endfassung, sondern in ihrem gesamten Werdegang präsentiert, soweit uns dieser nachvollziehbar ist – von Kaskaden wilden Word-Jazz' (dem Finden) über oft mehrere Destillationsschritte (dem Filtern) hin zur meist kürzesten, oft noch zurechtgeschliffenen meisterhaften Endform. Ausgewählte literaturtheoretische Texte Loidls machen uns die Meta-Ebene seines Schaffens zugänglich, und zum guten Schluss sind die p.t. publici eingeladen, beide "Techniken" selbst anzuwenden: das unzensurierte Zulassen des Wort-Stroms aus dem Unbewussten und das Herausfiltern der ungeahnten Perlen.

 

Mitwirkende: Eva Lavric, Jaan Karl Klasmann, (Konzeption, Kommen­tare, Impulse zum Selber-Schreiben), Pia Palme (Musik); Charly Eybl (Kamera, Schnitt)

 

Wir danken unseren Förderern: Stadt Wien, BMKOES, Bezirk Leopoldstadt: