VEREIN FARNBLÜTE => 13.8.2021, 16:00, Treffpunkt 1020 Wien, Lusthaus
„freitag der dreizehnte / im august / mit der fülle von honigmelonen“
Improvisatorisch begleitete Freiluftlesung im Prater auf den Spuren des Gedichts
„NACHKLANG, NACH WANG WEI“ von Christian Loidl
In Kooperation mit der sfd (schule für dichtung)
lustrum im mund.
im niemandslatein – oder litauisch – wollte ich mich
einer wissenschaft – dem erscheinen der
farnblüte – weihen
oder dem flechten von körben aus fasern der gedanken.
um meinen mund hatte sich freitag der dreizehnte
für immer eingeschrieben im august mit der
fülle von honigmelonen:
(........)
So beginnt eines der schönsten Gedichte von Christian Loidl, dem mitreißenden, zauberischen Lyriker und Performer, der sich im Dezember 2001 endgültig unsichtbar gemacht hat. Im Gedenkjahr 2021 fügt es sich, dass der 13. August wieder auf einen Freitag fällt, und wir wollen diese Gelegenheit ergreifen, das „Wang Wei“-Gedicht in einer Art „Loidl-Bloomsday“ am Tag und Wochentag seines Entstehens nachzufeiern, nachzustellen, weiterzuspinnen, als Inspiration zu nützen. Ein Lyrik-Picknick der besonderen Art.
"Stars" der Freiluft-Lesung am Ort des Geschehens sind natürlich das Wang-Wei-Gedicht selbst; andere, von demselben Erlebnis inspirierte lyrische Texte und einiges, was den Mitwirkenden bis dahin (oder an Ort und Stelle) von Loidls Gedichten sonst noch in den Sinn kommt. Der Widmungsträger des Gedichts, Raimund Macek, wird mit dabei sein, ebenso Bernhard Widder, ein enger Weggefährte Loidls. Das gibt Raum für den Austausch von Erinnerungen und vielleicht den einen oder anderen intimen Einblick in die "Schaffenstechniken" des bedeutenden Wortmagiers.
Wie die Mehrzahl der live-Performances Christian Loidls soll auch dieser Feier-Tag musikalisch begleitet werden: Von Pia Palme, die mit Loidl gut befreundet war, und Ernst Reitermair an seinen Loidls Originalität kongenialen Schlagzeugen.
Mitwirkende:
Musik: Pia Palme, Ernst Reitermair (angefragt)
Lesende: Eva Lavric, Jaan Karl Klasmann, Ottwald John, Bernhard Widder, Monika Heimbach
Kamera und Schnitt: Charly Eybl (angefragt)